Lehrevaluation im Sommersemester 2009
10 200 - Handelsrecht
H.-P. Schwintowski / Hauptstudium Zivilrecht / 138 Bewertungen
Prof. Dr. Schwintowski wird als ein sehr angenehmer, studentenfreundlicher Dozent beschrieben, der den zu lehrenden Stoff mit Engagement vermittelt und darstellt. Darüber hinaus gebe sich der Professor Mühe, auf relevante Probleme in der Materie hinzuarbeiten. Die Mehrheit der Studenten wünscht sich dennoch eine lebhaftere, schnellere Vortragsweise, insbesondere wird die Redelautstärke als viel zu leise beurteilt.
Indem der Dozent durchweg anschauliche Beispiele gibt und aktuelle Bezüge zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen herstellt, wecke er einerseits ein Interesse an der Materie, andererseits führt dies bei den Studierenden aber auch zu vielen Missverständnissen und Verwirrungen. Das intensive Eingehen auf Fragen wird dennoch von allen sehr geschätzt.
Einstimmig wird von allen gewünscht, dass ein Einsatz von vorbereiteten Folien, Schaubildern oder PowerPoint erfolgt. Da die Schrift des Professors sehr schwer zu lesen sei, könne der Veranstaltung oftmals nur schwer gefolgt werden. Zudem kritisieren viele Teilnehmer die Struktur der Veranstaltung bzw. sei eine Schwerpunktsetzung nur schwer erkennbar.
Das am Lehrstuhl zu erwerbende bzw. herunterzuladende Skript (VobRep) wird unterschiedlich bewertet. Für einige ist der Frage-Antwort-Stil sehr angenehm ebenso wie die Praxisnähe und die Anschaulichkeit des dargestellten Stoffes.
Von anderen Studierenden wird das VobRep als nicht geeignet für den Einstieg in das Handelsrecht betrachtet. Viele Themen würden dort zu kurz angesprochen. Auch die nachträgliche Korrektur des Skripts wird von vielen als nicht ausreichend bewertet. Zudem könnte eine bessere Abstimmung des Vorlesungsstoffs mit den AGs erfolgen.
Die meisten Studenten wünschen sich im VobRep klausurähnliche Lösungsskizzen im Gutachtenstil. Aus diesem Grunde fühlen sich die meisten Teilnehmer auch nicht gut auf eine vierstündige Klausur vorbereitet. Es werde zu wenig Wert auf die Falllösung gelegt, was die Grundlage für jede Klausur bilde.
Schließlich seien die AGs zu kurz bzw. würden nicht oft genug stattfinden, um auf solch eine umfangreiche Klausur vorbereiten zu können.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung recht unterschiedlich wahrgenommen wird. Während ein großer Teil der Studenten die Vorlesung positiv bewertet, halten jedoch viele Kommilitonen die Veranstaltung für verbesserungswürdig.