Letzte Änderung: 18. März 2010

Lehrevaluation im Wintersemester 2009/2010

10 004 - Rechtssoziologie

Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M. / Grundlagen des Rechts

Prof. Dr. Baer wird von den Studierenden überwiegend als eine kompetente, flexible und offene Dozentin beschrieben, die durch ihren engagierten Vortragsstil eine lebendige Vorlesungsatmosphäre kreiert. Durch ein breites Themenspektrum und mithilfe von interdisziplinären Ansätzen wird in der Vorlesung eine kritische Sichtweise auf Recht erarbeitet, aufgrund derer sich die Studenten zum Mitdenken angespornt und motiviert fühlen. Durch die differenzierte Darstellung der unterschiedlichen Rechtspositionen werden die Teilnehmer gefordert, ihren Horizont zu erweitern und Recht zu hinterfragen.

Der fortlaufende und aktive Einsatz von Powerpointpräsentationen verhilft den Teilnehmern zu einem besseren Verständnis, der doch sehr komplexen Materie. Da die Folien aber nicht im Internet veröffentlicht werden und es auch teilweise während der Präsentation schwer ist die wichtigsten Fakten zu notieren, verbleibt bei den Studierenden wenig Lehrstoff nachhaltig im Gedächtnis, was wiederum eine aktive Nachbereitung erschwert. Ein Skript wäre hilfreich und würde das letztgenannte Problem beseitigen. Nahezu einhellig positiv hervorgehoben wurde, dass alle zu lesenden Pflichttexte im Internet sehr schnell und einfach abrufbar sind und dass dadurch keine zusätzliche Bibliotheksarbeit von den Teilnehmern abgefordert wird.

Die verschiedensten rechtssoziologischen Theorien bilden eine breite und interessante Themenmasse, die teilweise aber sehr abstrakt und zu wenig konkret dargestellt wird. Von vielen wird zudem angemerkt, dass es mit weniger Fachtermini und einer gezügelteren Redegeschwindigkeit leichter fallen würde, ihrer eloquenten Vortragsweise und der hohen Abstraktion des Vorlesungsinhaltes zu folgen. Als positiv empfinden viele die pflichttextbegleitenden Leitfragen, welche die Klausurvorbereitung erleichtern sollen. Leider werden die Themen häufig nicht vertieft genug und ergebnisoffen behandelt, so dass eine Schlussfolgerung zur eigentlichen Leitfrage fehlt und der Großteil der Teilnehmer sich gar nicht imstande sieht, diese zu beantworten. Überwiegend wünschen sich die Studenten daher eine bessere Vorbereitung auf die Klausur.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Veranstaltung überwiegend als gut bewertet wird. Allerdings muss auch gesagt werden, dass eine nicht geringe Anzahl der Teilnehmer sie als nur durchschnittlich empfindet.