Lehrevaluation im Wintersemester 2009/2010
10 279 - Strafrecht BT 3 (Vermögensdelikte)
Prof. Dr. Bernd Heinrich / Hauptstudium Strafrecht
Professor Heinrich wird von den Studierenden als sehr netter, kompetenter, humorvoller und aufgeschlossener Dozent geschildert, der die Fähigkeit besitzt, sein Wissen gut zu vermitteln und schwierige Sachverhalte einfach zu erklären. Durch die Bearbeitung von jeweils einem Thema in jeder Vorlesung, wird diese als klar strukturiert und verständlich aufgebaut empfunden. Einige Studenten erachten anstelle des umfassenden Skriptes einzelne Übersichten zu den entsprechenden Tatbeständen und dazugehörige Problemdarstellungen als wünschenswert. Dagegen schätzt die überwältigende Mehrzahl der Studierenden das zur Verfügung gestellte Skript als sehr gut und ausführlich ein. Dass die Materialien in vielen Einzeldateien aus dem Internet runterzuladen sind, wird kritisiert und es wird teilweise angeregt, die Materialien in einer Datei zur Verfügung zu stellen.
Generell wird gelobt, dass der Dozent die auftretenden Fragen gut beantwortet und die Materialien bereits vor der jeweiligen Vorlesung bereitstellt. Auch die Aktualität und die Abstimmung des Lehrmaterials zu den Vorlesungsinhalten werden hervorgehoben. Zudem werden alle wichtigen Streitfragen behandelt, allerdings kritisieren einzelne Studierende die zu wenig umfassende Darstellung von Problemen und Meinungsstreits. Eine Vielzahl der Studierenden sieht die durch Professor Heinrich dargestellten lebensnahen Fälle und Beispiele, deren Lösung sich an den Tatbestandsmerkmalen orientiert, als ausreichend und das Verständnis fördernd an. Wogegen andere sich jedoch mehr Übungen zum Fallaufbau, ausführliche Fallbesprechungen und zusätzliche Fälle und dazugehörige Falllösungen mit Aufbauschema wünschen.
Durchweg bemängelt wird der fehlende Einsatz von zusätzlichen Medien in der Vorlesung, da sich dadurch ab und zu Eintönigkeit in die Vorlesung schleiche. Vorlesungsbegleitende Folien oder eine Powerpointpräsentation wären dagegen sehr anschaulich und würden die Aufmerksamkeit der Studierenden fördern. Letzteres wird größtenteils auch bei einer Verkürzung oder dem Wegfall der 15-minütigen Pause erwartet. Zumal die Pause wenig Zeit lässt, rechtzeitig in den nachfolgenden Vorlesungen zu erscheinen. Einzelne Studierende betrachten die Pause hingegen als vorteilhaft und ihrer Konzentration förderlich.
Einhellig als angenehm werden die Vortragslautstärke und die damit verbundene Atmosphäre empfunden, freilich besteht manchmal die Gefahr, dass Professor Heinrich zu leise wird.
Insgesamt wird die Veranstaltung jedoch als interessant und gut dargestellt bewertet. Die negativen Eindrücke beziehen sich hauptsächlich auf fehlende Medien.