Vom Datum zum Dossier
Wie der Mensch mit seinen schutzlosen Daten in der Informationsgesellschaft ferngesteuert werden kann.
Lesung von Joachim Jakobs mit anschließender Diskussion
am 19. Mai 2011 ab 18 Uhr
im Alten Palais, Unter den Linden 9, Raum 213
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Die Teilnahme an der Informationsgesellschaft ist mit dem Risiko des Verlusts personenbezogener Daten verbunden. Die Realität weist uns täglich nach, dass dieses Risiko keine graue Theorie ist. Die notwendige Schlussfolgerung, nur die tatsächlich notwendigen Daten zu erheben, bleibt allerdings aus. Im Telepolis-Buch »Vom Datum zum Dossier« des dpunkt-Verlages beschreiben Dr. Astrid Auer-Reinsdorff, Joachim Jakobs und Dr. Niels Lepperhoff die Risiken und die Möglichkeiten, diese technisch und juristisch zu begrenzen, und weist den jeweils Beteiligten ihre Verantwortung und Haftung zu, für den Fall, dass Daten verloren gehen. Am Anschluss an die Vorstellung des Buches wird der freie Journalist und Buchautor Joachim Jakobs mit Serena Holm, Bereichsleiterin Vorstandsstab der SCHUFA, Ansätze und Widersprüche des zu modernisierenden Datenschutzes diskutieren. Moderation: Gerrit Oldenburg, HU Berlin. Die Veranstaltung schließt an den Datenschutztag in Berlin am 19. Mai 2011 an und schließt den Tag auf sicherlich interessante Weise ab. |
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Zum Buch »Vom Datum zum Dossier«: Täglich gehen personenbezogene Daten verloren. Je mehr Daten eines Menschen durch Behörden, Ärzte und viele anderen Dienstleister on- und offline bekannt werden, desto transparenter wird der Betroffene. Sind zusätzlich Bildungsstand, (Erb-)anlagen, Ernährungs-, Lebensgewohnheiten und Lebensstandard, Freunde, Interessen, Musikgeschmack, (sexuelle) Neigungen und soziale Herkunft bekannt, ist der Betroffene nicht nur Kriminellen ausgeliefert, sondern Staat und Wirtschaft können zusätzlich Prognosen erstellen:
Datentechnisch droht der Mensch von Einzelhändlern, Facebook, Finanzdienstleistern, dem Fiskus, Google, Krankenkassen, Kriminellen und Strafverfolgern „ausgeschlachtet“ zu werden. Jeder Einzelne ist deshalb auf die Diskretion derer angewiesen, denen er seine Daten anvertraut, und aufgerufen, über die allzu freimütige Preisgabe seiner Daten stärker zu reflektieren. Das Buch beschreibt, wie die Sammler an die Daten kommen und sie zu Personen-Dossiers zusammensetzen. Die juristischen Konsequenzen werden für Laien anschaulich erläutert. |
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