Der Aufopferungsanspruch

von PD Dr. Hans Lühmann

Wissenstest

Inhalt

Probeklausur

Literatur

Gesetze


Zur Hauptseite 

 

 

Herleitung

Anspruchsvoraussetzungen

Anwendungsbeispiele

Aktuelle Probleme/ Prozessrecht

 

 

Herleitung

1. Der Aufopferungsanspruch ist ein ungeschriebenes rechtsstaatliches Verfassungsprinzip, welches sich aus dem Gebot der Lastengleichheit ableitet.
2. Er besitzt eine lange Tradition im deutschen Recht und ist in Folge seiner ständigen Anwendung Bestandteil des Gewohnheitsrechts.
3. Der Aufopferungsanspruch entspringt einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, der in § 40 Abs. 2 VwGO eine Regelung gefunden hat.

 

Zum Anfang

Anspruchsvoraussetzungen

Der Tatbestand für eine Ersatzleistung kann wie folgt umschrieben werden:

Verletzung eines nicht vermögenswerten Rechtes
Hoheitlicher Zwang
Zum Wohle der Allgemeinheit
Sonderopfer

Zum Anfang

 

Anwendungsbeispiele

Die Bedeutung des allgemeinen Aufopferungsanspruches nimmt wegen der zunehmenden Regelungsdichte spezialgesetzlicher Regelungen stetig ab (z. B. im Bundesseuchengesetz). Als Beispiele aus der Verwaltungspraxis können folgende Entscheidungen des BGH genannt werden:

Zum Anfang

Aktuelle Probleme/ Prozessrecht

Rechtsfolge:
Entschädigungsleistung in Geld, kein Schmerzensgeld

Prozessgericht: ordentliches Gericht

Konkurrenzen: Der allgemeine Aufopferungsanspruch wird durch spezialgesetzlich geregelte Tatbestände verdrängt. Ansonsten besteht er neben dem Amtshaftungsanspruch.

Zum Anfang