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Humboldt-Universität zu Berlin - Juristische Fakultät

Humboldt-Universität zu Berlin | Juristische Fakultät | Beschluss des Fakultätsrats der Juristischen Fakultät vom 10.6.2021

Beschluss des Fakultätsrats der Juristischen Fakultät vom 10.6.2021

Foto: © Matthias Heyde

Die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin fordert – auch angesichts jüngster Ankündigungen und Entwicklungen – mit Nachdruck, die akademische Lehre im bevorstehenden Wintersemester 2021/22 so weit wie möglich wieder in Präsenzform durchzuführen.

Wir sind – namentlich nach drei Semestern praktisch ohne Präsenzformate – der Überzeugung, dass die im laufenden Sommersemester 2021 notgedrungen verwendeten Online Angebote nicht in der Lage sind, den hohen Ansprüchen an die Lehre auf Dauer gerecht zu werden. Was in einer Notsituation ausnahmsweise aus einer Verlegenheit geholfen haben mag, kann keine dauerhafte Lösung sein. Insbesondere die soziale Interaktion kann online kaum simuliert werden. Dies soll umgekehrt nicht bedeuten, dass digitale Formate mit ihren Vorteilen nicht auch eine wichtige Rolle spielen können und sollen.

Das Gesagte gilt nicht nur für von vornherein auf Diskursivität angelegte und aus ihr lebende Lehrformate wie Seminare, sondern auch für klassische Vorlesungen. Lehrveranstaltungen mit kleineren Teilnehmerzahlen sollten ohne größere organisatorische Probleme wie üblich stattfinden können. Insbesondere für die Erstsemester sind Präsenzvorlesungen unerlässlich. Hier fordern wir, angesichts der hohen Anfängerzahlen intelligente Lösungen zu verwirklichen und insbesondere den fortschreitenden Impfstand angemessen zu berücksichtigen. Denkbar wäre etwa ein rollierendes System, bei dem die Studierenden in Drittel- oder Viertelkohorten aufgeteilt werden, die im wöchentlichen Wechsel anwesend sind, während die nichtanwesenden Kohorten die Veranstaltung online verfolgen können.

Alle Mitglieder der Fakultät sind gerne dazu bereit, bei der Entwicklung erforderlicher Hygienekonzepte aktiv mitzuwirken. Bei diesen wird insbesondere darauf geachtet, dass, solange nicht allen Studierenden und Lehrenden Impfangebote gemacht werden konnten, Nachteile für diese ausgeschlossen sind.