Humboldt-Universität zu Berlin - Deutsch-Französisches Rechtsstudium (BerMüPa)

Correction Croisée 2026

Projet de correction croisée (Tandem-Korrektur)

Die Correction croisée findet zwischen den deutschen Programmstudierenden vor ihrer Ausreise nach Frankreich und den französischen Studierenden statt, die ihr erstes Masterjahr an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvieren.

Im Rahmen dieses Formats bearbeiten die deutschen Studierenden zunächst eine Klausur im französischen Recht, in der Regel in Form eines Commentaire d’arrêt. Die französischen Studierenden lösen parallel eine Fallbearbeitung im deutschen Recht nach der deutschen Gutachtentechnik. Die Übung dient insbesondere der intensiven Vorbereitung auf die späteren Klausuren in Paris bzw. an der Humboldt-Universität. Im Anschluss erfolgt die gegenseitige Korrektur: Die französischen Studierenden korrigieren unter der Aufsicht von Herrn Farid Seba (Maître de conférences und FRS-Dozent für Französisch an der HU) die von den deutschen Studierenden bearbeiteten Klausuren. Die deutschen Studierenden wiederum korrigieren die Arbeiten der französischen Teilnehmenden im deutschen Recht unter Aufsicht und mit Zweitkorrektur durch den Programmkoordinator des BerMüPa-Programms, Noah Krebs. Die Korrekturen werden jeweils mit einem ausführlichen Votum versehen und den Studierenden anschließend zurückgegeben, mit dem Ziel einer gezielten Verbesserung der klausurpraktischen Fähigkeiten im jeweiligen Rechtssystem.

Neben dem fachlichen Lernen spielt auch der Austausch zwischen den Studierenden eine wichtige Rolle. Die Correction croisée wird daher durch gemeinsame Formate ergänzt, die den persönlichen Kontakt stärken. Dazu zählt insbesondere ein gemeinsamer Kochabend als geselliges Abschlussformat, im Rahmen dessen die Teilnehmenden zudem ein kleines Präsent erhalten.

Abschließend wird das Projekt durch eine eintägige Exkursion zu zentralen deutschen juristischen Institutionen abgerundet. In diesem Jahr führt die Exkursion zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Neben dem Besuch einer Verhandlung im Bereich des Atomrechts erhalten die Studierenden die Möglichkeit zu einem Austausch mit einer deutsch-französischen Referentin des Gerichts und können Fragen zur beruflichen Praxis stellen.

Die Programmstudierenden bei der Zubereitung im Kochatelier

             Gefördert durch die   im Rahmen der Deutsch-Französischen Tutoratenförderung 2025/26