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Humboldt-Universität zu Berlin - Juristische Fakultät

Humboldt-Universität zu Berlin | Juristische Fakultät | Brief des Dekans zur Lehre der Juristischen Fakultät im Wintersemester 2020/2021

Brief des Dekans zur Lehre der Juristischen Fakultät im Wintersemester 2020/2021

Prof. Dr. Dr. Stefan Grundmann, LL.M.

23. Oktober 2020
[Punkt 4 aktualisiert am 2. November 2020]

Die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität ist in besonderem Maße dem direkten Austausch zwischen Lehrkörper und Studierenden verpflichtet (auch über das dienstrechtlich nötige Minimum hinaus), desgleichen jedoch umgekehrt selbstverständlich auch den rechtlich bindenden Restriktionen einschließlich Dienstanweisungen, die sich in den letzten Tagen nochmals verschärft haben. Daraus ergeben sich folgende Einzelfestlegungen:

  1. Die Erstsemester-Arbeitsgemeinschaften werden grundsätzlich digital stattfinden. Es ist nach Rücksprache mit den AG-Leitenden möglich, dass die ersten beiden AG-Termine (2. Vorlesungswoche für die A-Gruppen, 3. Vorlesungswoche für die B-Gruppen) in Präsenz angeboten werden, um ein persönliches Kennenlernen der Kleinruppen untereinander zu ermöglichen. Präsenztermine sollen dabei so konzipiert werden, dass die Gruppe, die jeweils nicht in Präsenz teilnehmen kann, die Inhalte digital nacharbeiten kann. Der erste Tutoriumstermin (ebenfalls 2. Vorlesungswoche für die A-Gruppen, 3. Vorlesungswoche für die B-Gruppen) wird in jedem Fall in Präsenz stattfinden, sodass jede Kleingruppe mindestens einmal in Präsenz zusammenkommen kann.
  2. Umgekehrt erscheint es uns kontraproduktiv, die jeweiligen Vorlesungen für Erstsemester mit Kohortengrößen von 40 aus 300-500 abzuhalten. Studierende würden hier jeweils 1-2 Mal im Semester ein Anrecht auf Präsenz haben.
  3. Die geplanten Präsenz-Angebote im Schwerpunkt (5. Semester), die über die letzten Wochen ausführlich geplant, mit Vermessungen vorbereitet und technisch ausgestattet wurden, müssen leider aufgegeben werden. Es handelt sich nicht um Erstsemester-Veranstaltungen und – bei einer Anwesenheit von wenigen internationalen Studierenden – auch nicht um Einführungsveranstaltungen für internationale Studierende, sondern um den regulären Bestandteil unseres Staatsexamensstudiums (und sogar auch des Bachelors).
  4. Die Juristische Fakultät bietet jedoch stattdessen – über das übliche Programm und Deputat hinaus – ab Dezember 2020 eine Reihe von Einführungsveranstaltungen gezielt für Erstsemester und für Studierende internationaler Programme an, die aus dem Ausland nach Berlin gekommen sind, wöchentlich dienstags und donnerstags von 18.00 bis 20.00 im Audimax II, Luisenstraße 56 (siehe Begrüßungsschreiben).
  5. Alle anderen Veranstaltungen, einschließlich Seminaren und BZQ-Veranstaltungen, die zugänglich sind für einen offenen Studierendenkreis, können nicht als Einführungsveranstaltung für Erstsemester und oder internationale Studierende qualifiziert werden. Sie sind daher leider nicht in Präsenz zulässig. Anders ist das nur bei Arbeitsgruppen unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch solchen in entsprechend strukturierten Kollegs.
  6. Alle Veranstaltungen, die demnach nicht in Präsenz gelesen werden, werden als online-Angebote durchgeführt und zwar nach Wahl der oder des jeweils Verantwortlichen als Aufzeichnung oder als interaktive Veranstaltung in Echtzeit.
  7. Die Fakultät wird keine Anstrengungen scheuen, bei Änderungen sowohl der faktischen als auch der rechtlichen Rahmenbedingungen auch wieder stärker hybride Formate mit Präsenzmöglichkeiten in Erwägung zu ziehen.

Dies sind starke Restriktionen. Wir sahen uns freilich aufgrund der Rechtslage zu ihnen gezwungen, auch bei extensiver Auslegung, und haben hierum sehr gerungen.

Ich habe diese Erläuterungen relativ ausführlich gehalten, die Komplexität der Lage scheint mir dies zu gebieten.

Mit besten Grüßen
Stefan Grundmann