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Humboldt-Universität zu Berlin - Fachschaftsrat Jura

Bachelor of Laws (LL.B.)

Hier findet Ihr alles wichtige zu unserem wichtigsten Anliegen: Die Einführung des Bachelor of Laws (LL.B.) für alle Studierende der HU.

Update zum Bachelor of Laws (LL.B.)

(16. 04. 2019)

Liebe Studierende der juristischen Fakultät,

Letzten Donnerstag fand eine Fakultätsratssitzung statt, in der uns einige Neuigkeiten seitens des Dekanats und der Fakultätsverwaltung zur Einführung des Bachelor of Law mitgeteilt wurden.:
Es wird sicher zum Wintersemester 2020/21, eventuell auch früher, eine neue Studienordnung geben, die festlegt, dass man mit Abschluss des Schwerpunkts und dem Erreichen von 180 LP den Bachelor of Law verliehen bekommt.
Leider müssen wir euch mitteilen, dass eine rückwirkende Verleihung des Bachelors für alle Studierende, die im WS 2020/21 nicht mehr eingeschrieben sind, aus verwaltungsrechtlichen Gründen nicht im Bereich des Möglichen liegt.
Alle Studierende hingegen, die ab dem WS 2020/21 neu an der Fakultät eingeschrieben sein werden, fallen unter die neue Studienordnung und profitieren voll umfänglich von deren Regelungen.
Den aktuell Studierenden, die voraussichtlich im WS 2020/21 noch eingeschrieben sein werden, können vorerst keine Versprechungen gemacht werden, da das Modell erst final bestimmt, rechtlich geprüft und politisch abgesegnet werden muss und sich die Verwaltung darauf einstellen muss.
Wir, als neuer Fachschaftsrat, treten nach wie vor mit Nachdruck für die Einführung des LL.B. ein und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass so viele von euch wie möglich, diesen zusätzlichen Abschluss bis 2020/21 erlangen können.
Bei Fragen und Anregungen stehen wir für euch gerne zur Verfügung!

Beschluss des Fakultätsrates

(12. 12. 2018)

Der Fakultätsrat spricht sich, vorbehaltlich der rechtlichen Zulässigkeit, für die Einführung eines integrierten Bachelor of Laws (LLB) aus und bittet die Verwaltung um Prüfung der Voraussetzungen binnen eines angemessenen Zeitraums. Er bittet auch darum, zu prüfen, ob eine rückwirkende Verleihung des Titels möglich ist.
Wir werden uns weiter für eine möglichst schnelle und reibungslose Einführung des Bachelor of Laws einsetzen!

Offener Brief an die Fakultätsleitung

(06. 11. 2018)

Nach mehreren sehr konstruktiven und positiven Gesprächen mit dem Dekan Prof. Heger zum Thema haben wir diesen offenen Brief an das Dekanat, den Fakultätsrat und die Professor*innen formuliert. Vielen Dank an dieser Stelle an den Dekan für Ihre Unterstützung.

 


Sehr geehrter Herr Prof. Heger,
sehr geehrte Damen und Herren des Fakultätsrates,
sehr geehrte Professorinnen und Professoren,           

 

seit einiger Zeit gibt es ihn bereits an der Universität Potsdam und an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), jetzt wird er auch an der der Freien Universität Berlin eingeführt: der Bachelor of Laws.
Als letzte Universität in Berlin und Brandenburg ist es auch für uns an der Zeit, diesen Schritt zu wagen. Wir, die Fachschaft der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, fordern die Einführung des integrierten Bachelors als zusätzlich möglichen Ab¬schluss vor dem Staatsexamen aus folgenden Gründen:
 
Die Anforderungen des Arbeitsmarktes haben sich geändert. Jenseits der klassischen juristi¬schen Berufe sind Rechtskenntnisse in vielen Berufen gefragt, ein abgeschlossenes Staats¬examen ist jedoch oft nicht erforderlich. Dies gilt beispielsweise für die Unternehmensberatung, Wirtschaftsverbände und den öffentlichen Dienst.
Mit einem LL.B. ist sicherlich noch nicht jeder Karriereweg eröffnet. Dafür aber die Möglichkeit, sich mit einem aufbauenden Masterstudium weiter zu spezialisieren und in eine andere Rich¬tung zu orientieren. Und das ohne nach mehreren Jahren des Studiums die Universität ohne Abschluss zu verlassen.
Ein Bachelor of Laws in Kombination mit einem politik-, sozial-, oder wirtschaftswissenschaft¬lichen Master stellt sich für nicht wenige Studierende im Laufe des Jura-Studiums als attraktive Alternative zum Staatsexamen heraus. Diesen Studierenden sollten wir den Weg nicht weiter versperren, sondern ihre bereits erbrachten Leistungen angemessen honorieren.
 
Wir wollen mit der Einführung eines integrierten Bachelors nicht die Abschaffung des Staats¬examens bezwecken. Mit der Forderung nach einem integrierten Bachelor wollen wir auch nicht den Bologna-Prozess auf die juristische Ausbildung ausweiten. Durch die Möglichkeit, seine erbrachten Leistungen in ECTS-Punkte umrechnen zu lassen, erleichtert man Studierenden die Aufnahme an einer Universität im Ausland. Internationale Vergleich¬barkeit der Leistungen zu schaffen halten wir auch im Jura-Studium für ein erstrebenswertes Ziel.
 
Aus unserer Sicht kann ein Bachelor für einige unserer Kommiliton*innen außerdem eine echte psychische Entlastung im ersten Staatsexamen darstellen. Die Durchfallquote im ersten Staatsexamen beträgt an der Humboldt-Universität nicht wie im Bundesdurchschnitt 29 %, sondern „nur“ 14 %. Nichtsdestotrotz stehen manche Kandidat*innen am Ende ohne einen Abschluss dar. Diese Angst prägt für Viele die Examensvorbereitung. Die Verleihung eines Bachelors vor dem Examen könnte diesen psychischen Druck zumindest abmildern.
 
Uns geht es in erster Linie um die Eröffnung neuer Möglichkeiten und Perspektiven für Studie¬rende mit interdisziplinären Interessen. Wir als Humboldt-Universität zu Berlin sollten durch die Einführung des Bachelor of Laws unseren Ruf als exzellente Hochschule am Standort Berlin aufrechterhalten und einer Abwanderung von Studierenden an andere Universitäten in der Region für die Verleihung eines LL.B. vorbeugen. Lassen Sie uns gemeinsam an einem integrierten Bachelor of Laws für unsere Universität arbeiten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Fachschaftsrat Jura