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Humboldt-Universität zu Berlin - Juristische Fakultät

Türkisches Recht

Die Türkischen Rechtskurse (FRS Türkisch), die die Humboldt-Universität zu Berlin anbietet, dienen dazu, die Kenntnis und das Verständnis des türkischen Rechtes in Deutschland zu fördern, sowie Rechtsfragen zu behandeln, die für die Beziehungen beider Länder eine bedeutende Rolle spielen. Das Besuchen dieser Kurse bietet dem Studenten eine Reihe von Vorteilen. Dazu gehören unter anderem die folgenden Punkte.

Den erfolgreichen Abschluss der FRS Kurse können die Studierenden auch als BZQ II (berufsbezogene Zusatzqualifikationen) und somit als Nachweis für eine fachorientierte Fremdsprachenqualifikation für die Zulassung zum ersten Staatsexamen einreichen.

Vor dem Hintergrund, dass über 100.000 türkische Staatsbürger in Berlin leben, die sowohl wirtschaftliche als auch persönliche Rechtsbeziehungen zur Türkei aufrechterhalten, ist die Kenntnis des türkischen Rechts nicht nur von theoretischer Bedeutung, sondern es bieten sich auch viele Gelegenheiten, dieses Wissen und diese Kenntnis in der Praxis direkt anzuwenden. Einem Studenten, der die FRS Türkisch Kurse erfolgreich abgeschlossen hat, steht die Möglichkeit offen, die betroffenen Personen bei Fragen auf dem Gebiet des Türkischen Rechts  zu beraten.

In der heutigen Zeit, wo weit mehr als 100.000 Türkische Staatsbürger in Berlin leben, findet das türkische Recht nicht nur im Rahmen von Immigrationsfällen vor den deutschen Gerichten Anwendung, sondern, der Richter ist, aufgrund des IPR verpflichtet, in einigen Fällen das türkische Recht seiner Entscheidung zur Grunde zu legen. Dies gilt insbesondere bei Streitigkeiten auf dem Gebiet des Familien- und Erbrechts. Die Gerichte und Anwälte sind auf dem Gebiet des türkischen Rechts meist nicht so bewandert, sodass unter Umständen diesbezügliche Probleme entstehen. Der erfolgreiche Abschluss der FRS Türkisch Module bietet dem Anwalt die Möglichkeit, diese Kenntnis auch unmittelbar vor den Gerichten anzuwenden. Darüber hinaus stellt dieser Kurs nicht nur eine kurze Einführung in das türkische Recht dar, sondern vermittelt dem Teilnehmer ein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet des türkischen Rechts.

Zwischen der Türkei und Deutschland bestehen zahlreiche und immer intensiver werdende Wirtschaftsbeziehungen. Momentan sind über 4000 Gesellschaften in der Türkei mit deutschen Wurzeln vertreten. Das FRS Modul 4 vermittelt dem Studenten darüber hinaus ein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet des türkischen Handels- und Gesellschaftsrechts. In diesem Zusammenhang bietet die Kenntnis des türkischen Rechts dem Studenten eine Reihe von Berufsperspektiven.

Ein Student bekommt nach einem erfolgreichen Abschluss einer deutschen juristischen Fakultät, die Möglichkeit, durch das Bestehen weiterer 8 bis 11 Klausuren (an bestimmten türkischen Universitäten), in der Türkei anwaltlich tätig zu werden. Der Besuch der FRS Türkisch Kurse stellt die ideale Grundlage zur Vorbereitung und Bestehen dieser Klausuren dar.

Aufgrund der Kooperation zwischen der HU und mehreren türkischen Universitäten (Istanbul Universität, Bilgi Universität, Yedi Tepe Universität, Bahçeşehir Üniversitesi Istanbul) besteht die Option, einen einjährigen Austausch zu machen. Der Besuch der FRS Türkisch Kurse erleichtert sowohl die Teilnahme an diesem Programm als auch die Weiterbildung im Rahmen des Austauschprogramms.

Die Teilnahme an diesem Kurs ist nicht nur für Jura Studenten, sondern auch für Studenten der Wirtschaftswissenschaften, Politik und Dolmetschern vorteilhaft, da sie ihre Fachsprache vertiefen können, was bei der Übersetzung von Fachtexten durchaus hilfreich ist.

Die Themen der Kurse finden Sie in den Modulbeschreibungen:

 

Wintersemester 2017/2018

Modul 1: Türk Hukuku Sistemine Giris, Anayasa Hukuku`na Genel Bakis, Idare Hukuku
(Rechtssystem, Verfassungs- und Verwaltungsrecht)

Im Modul wird das allgemeine Staatsverständnis des öffentlichen Rechts in der Türkei behandelt. Dabei werden die verfassungsrechtliche Konstruktion und Prinzipien, wie Verfassungsgebung, Verfassungsänderung, Rechtstaatlichkeit etc., ausführlich und rechtsvergleichend analysiert. Anschließend werden allgemeine Prinzipien des Verwaltungsrechts, wie Vorrang des Gesetzes und Vorbehalt des Gesetzes, der Gleichheitsgrundsatz, der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit etc., vermittelt.

Dozent: B. Kural