Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Prof. Dr. Matthias Ruffert

A European Approach to Corporate Social Responsibility?

Produktionsverlagerungen zugunsten von geringeren Sozial- und Umweltstandards sind in der globalisierten Weltwirtschaft mittlerweile allgegenwärtig. Lange konnten sich Unternehmen rücksichtslos verhalten – nur selten werden sie zur Rechenschaft gezogen. Ein gesetzlicher Ordnungsrahmen für die globale Weltwirtschaft fehlt. Nationalstaaten sind zumeist mit der Steuerung dieser transnationalen Prozesse überfordert. Doch im Rahmen der sog. Corporate Social Responsibiltiy, werden solche Ordnungsrahmen geschaffen und Verantwortung für die Umwelt sowie die Achtung der Menschenrechte in eigenen Wertschöpfungsketten spielen für transnationale Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Nicht nur die Gewinnmaximierung, sondern auch Verantwortung für das Gemeinwohl sollen in Zukunft bei den Entscheidungen von Unternehmen eine Rolle spielen. Insbesondere die Bekämpfung moderner Sklaverei reift für viele Regierungen und Unternehmen zu einem bedeutenden Thema.

Neben einigen nationalen CSR Gesetzen wird auch auf EU-Ebene diskutiert, ob neben der 2014 verabschiedeten CSR-Richtlinie eine gemeinsame europäische Lösung gefunden werden kann.

 

Das Thema der diesjährigen Model European Union Conference ist Corporate Social Responsibility. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich an beiden Verhandlungstagen unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen:  Sind alle Unternehmen, ganz gleich ihrer Größe, verpflichtet Bericht zu erstatten? Sollten einige Branchen von einer Berichtspflicht ausgenommen werden? Wie ausführlich soll die europäische Lösung sein: Wird es nur um moderne Sklaverei, oder auch um mögliche ökologische Standards gehen? Was passiert bei Verstößen gegen die festgelegten Pflichten? Wären Sanktionen die Folge? Im Rahmen der zweitägigen Konferenz soll eine gemeinsame europäische Antwort auf diese Fragen erarbeitet werden.

 


 

Organisatorisches 

 

Bis zu 50 Studierende sind aufgerufen, sich in die Rolle der Vertreter_innen der Mitgliedstaaten oder der europäischen Institutionen zu versetzen und sich im Rat der Europäischen Union über einen Gesetzesvorschlag zu einigen. Die Simulation findet in englischer Sprache statt.

 

Die Teilnahme an der Simulation umfasst

  • ein Vorbereitungstreffen (20 November, 18-20 Uhr, WHI Bibliothek (Raum 101)),
  • die Erarbeitung der jeweiligen Länderposition und die Erstellung eines Positionspapiers, sowie
  • die Teilnahme an der Simulation am 06. und 07. Dezember 2019.

 

Die Veranstaltung ist als Schlüsselqualifikation der Juristischen Fakultät der HU anerkannt und gibt 2 BZQ-I-Punkte. Teilnehmende aus dem Erasmus-Program erhalten 5 ECTS-Punke.

 

Sie ist auch offen für Studierende verwandter Fachrichtungen und anderer Berliner Universitäten. 

 


 

Anmeldung bis zum 15. November unter meuc@rewi.hu-berlin.de