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Humboldt-Universität zu Berlin - Integrative Research Institute Law & Society (LSI)

Der Law & Society Podcast

Im Law & Society Podcast kommen Wissenschaftler*innen des Integrative Research Institute Law & Society (LSI) der Humboldt-Universität zu Berlin mit nationalen und internationalen Vertreter*innen der interdisziplinären Rechtsforschung ins Gespräch.


Als disziplinenübergreifender Ort ergänzt das LSI dogmatische rechtswissenschaftliche Forschung mit Ansätzen der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Human- und Naturwissenschaften. Wir hinterfragen in Disziplinen geronnene Wissensformationen und erkunden neue Impulse für eine integrative Erforschung von Recht und Gesellschaft.


Dieser Idee ist auch unser Podcast verpflichtet und dient damit nicht zuletzt der Fortführung wissenschaftlichen Austausches in Zeiten des Physical Distancing. Um regelmäßig über neue Episoden informiert zu werden, abonnieren Sie den LSI Newsletter und folgen Sie uns auf Twitter.

 

volkc In der neuen Folge des Law & Society Podcasts setzt sich Christian Volk mit aktuellen Formen des Protests auseinander, unterscheidet repressive und emanzipatorische Typen von Protest und geht auf das Verhältnis von Protest und demokratischer Partizipation ein. Dabei erörtert er das ambivalente Verhältnis von Recht und Protest und erklärt, warum bestimmten Protestformen ein utopisches Moment innewohnen kann und weshalb die Wirkung von Protest für die Gestaltung transnationaler politischer Prozesse dennoch nicht überschätzt werden sollte.

Christian Volk ist Professor des Lehrbereichs Theorie der Politik am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Law & Society Podcast, Folge 5 mit Christian Volk

Susanne Baer neuSusanne Baer spricht über die Mobilisierung von Gleichheitsrechten und über das vergleichende Verfassungsrecht als reflexive Kompetenz für die globale Frage, wie weit Gerichte gehen können. Sie versteht Interdisziplinarität als respektvolle Infragestellung der eigenen wissenschaftlichen Position und als Mittel des Dialogs über Fächergrenzen hinweg. Rechtssoziologie bedeutet damit eine „Aufklärung über das Recht", gerade dann, wenn der Rechtsstaat unter Druck gerät.

Susanne Baer ist Richterin des Bundesverfassungsgerichts und Professorin für öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie L. Bates Lea Global Law Professor an der University of Michigan Law School.

 

 

 

Eule 205x330In der dritten Folge des Law & Society Podcasts spricht Tobias Eule über Chancen und Herausforderungen der empirischen Rechtsforschung. Mit der Forschungsgruppe Rechtssoziologie am Hamburger Institut für Sozialforschung wurde 2019 ein neuer Ort für einen soziologischen, interdisziplinär informierten Blick auf das Recht gegründet mit dem Ziel, die Wirkung des Rechts auf die soziale Welt besser zu verstehen. Laut Tobias Eule ersetzt die evidenzbasierte Rechtssoziologie keinesfalls die dogmatische Rechtswissenschaft. Vielmehr ergänzen sich beide Zugänge, indem der gemeinsame Gegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Am Beispiel der Studie „Hinter der Grenze, vor dem Gesetz“ (Hamburger Edition 2020), einer Ethnografie des europäischen Migrationsregimes, veranschaulicht er rechtssoziologische Zugänge und erklärt, wie Recht als Praxis zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung werden kann.

Tobias Eule ist Professor für Rechtssoziologie an der Universität Bern und Distinguished Research Fellow am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS), wo er seit 2019 Forschungsgruppe Rechtssoziologie leitet.

 

 
Eddie Bruce-Jones (auf Englisch) on Race and Inequality and the importance of the single case

 

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Eddie Bruce-Jones speaks about scholarship on law and race in Germany and internationally. He stresses the importance of studying the single case for equality law, like the example of Oury Jalloh, a Black man who died in police custody in 2005 in Dessau/Germany, and its potential implications for the European Court of Human Rights. Rather than race being an US-centric category, Eddie Bruce Jones considers race a transhistoric and transnational concept that allows us to theorize similarities beyond geography and time. In a comparative as well as law and anthropology perspective, he explains how the concept of race is crucial in order to see how society is centrally structured around inequality.

Dr. Eddie Bruce-Jones is Reader in Law & Anthropology and Deputy Dean of the School of Law at Birkbeck College, University of London.

 

Law & Society Podcast, Episode 2 with Eddie Bruce-Jones

 
Nora Markard über Entgelt(un-)gleichheit und warum das Recht die Empirie braucht

 

Nora MarkardBild Nora spricht in der ersten Folge des Law & Society Podcasts über Entgeltgleichheit und warum das Recht dringend auf empirische Forschung angewiesen ist, um Gleichheitsrechte einfordern zu können. Anlässlich der Entscheidung des Bundesarbeitsgericht Ende Juni 2020 im Fall einer Journalistin des ZDF nimmt sie das Antidiskriminierungsrecht in den Blick und verortet Fragen der Beweislastumkehr in die materiale Gleichheitsforschung. Die interdisziplinäre Rechtsforschung leiste einen elementaren Beitrag für Theorie und Praxis des Rechts. Um den praktischen Bezug in der juristischen Ausbildung zu stärken, müssten außerdem die Law Clinics an deutschen Universitäten gefördert werden.


Nora Markard ist Professorin für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Freiheitsrechte.

 

Law & Society Podcast, Folge 1 mit Nora Markard

 

 

Sound effects obtained from https://www.zapsplat.com