Aktuelles
CONSTRESS - Constitutionalism under Stress - Austausch 2025 mit der Princeton University!
Seit Januar 2024 läuft der dritte Zyklus des strategischen Partnerschaftsprojekts CONSTRESS – Constitutionalism under Stress: Comparative Perspectives im Rahmen der Profilpartnerschaft zwischen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Princeton University. Das 2016 ins Leben gerufene Projekt ist interdisziplinär ausgerichtet und bringt Politikwissenschaftler*innen, politische Philosoph*innen, Soziolog*innen und Jurist*innen zusammen. Im Zentrum stehen gemeinsam organisierte Seminare und Workshops, die sich an Masterstudierende und Promovierende unterschiedlicher Fachrichtungen beider Universitäten richten. Auf Seiten der HU sind neben dem Lehrbereich für Vergleichende Demokratieforschung und die Politischen Systeme Osteuropas auch Forscher*innen des Integrative Research Institute Law & Society (LSI) beteiligt. Nachdem das LSI die Studierenden und Promovierenden der Princeton University in diesem Sommer bereits in Berlin begrüßen durfte, freuen wir uns, im Herbst im Rahmen eines Workshops zu Life and Law under Authoritarianism nach Princeton zu reisen und den wissenschaftlichen Austausch fortzusetzen.
Veranstaltungen Wintersemester 2025/26
Liebe Freund*innen des LSI, liebe Interessierte, wir laden Sie/euch ganz herzlich zu unseren Veranstaltungen diesen Herbst ein. Wir freuen uns auf Ihr/euer Kommen!
Valentin Feneberg mit Klaus J. Bade-Preis für Migrationsforschung ausgezeichnet
Valentin Feneberg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana-Universität in Lüneburg und Permanent Fellow am LSI wurde mit dem Klaus J. Bade-Preis für Migrationsforschung ausgezeichnet.
Der Klaus J. Bade-Preis würdigt herausragende und innovative Leistungen auf dem Gebiet der Migrations- und Integrationsforschung. Aber nicht nur das. „In Anlehnung an das Wissenschaftsverständnis von Klaus J. Bade werden Leistungen, die eine öffentliche Resonanz im Sinne eines Wissenschaftstransfers („Third Mission“) erzeugt haben, besonders gewürdigt“, heißt es in der Ausschreibung. Das Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität vergibt den Preis jährlich gemeinsam mit der gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
„Mein Ziel ist es, Brücken zwischen Sozial- und Rechtswissenschaften zu bauen und damit den Dialog und den Wissenstransfer zwischen den Disziplinen zu fördern“, sagt Valentin Feneberg. In seiner Dissertation untersuchte er, wie Gerichte Herkunftslandinformationen in Asylverfahren ermitteln und verwenden. „Dabei habe ich die juristische Perspektive ernst genommen, ohne mein sozialwissenschaftliches Erkenntnisinteresse aus den Augen zu verlieren“, erklärt der Migrationsforscher. Seine Forschungsergebnisse wurden so auch in der Rechtswissenschaft und der Rechtspraxis anschlussfähig. Durch Interviews und andere mediale Formate versucht er außerdem, diese Ergebnisse in den öffentlichen Diskurs einzubringen.
„Der Preis ermutigt mich, auch weiterhin interdisziplinär zu arbeiten und politische Entwicklungen evidenzbasiert und kritisch zu kommentieren“, sagte Feneberg bei der Preisverleihung in Berlin.
Valentin Feneberg ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Leuphana und Mitherausgeber der Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung. „Aktuell befasse ich mich mit der europäischen Migrations- und Asylpolitik und insbesondere mit der Rolle von Gerichten in liberalen Demokratien“, erläutert er. Vor seiner Tätigkeit an der Leuphana Universität Lüneburg war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin sowie Forschungskoordinator und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Integrative Research Institute Law & Society an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2024 hielt Valentin Feneberg sich als Gastwissenschaftler am Refugee Studies Centre und am Centre for Socio-Legal Studies an der Universität Oxford auf. Sein Buch „Die Heimat der Anderen“ über Herkunftslandinformationen in Asylverfahren wurde mit dem Humboldt-Preis 2024 und dem Dietrich-Thränhardt-Dissertationspreis 2025 ausgezeichnet.
Benannt ist der Preis nach Prof. Dr. Klaus J. Bade, der als Pionier der Migrationsforschung gilt. Bis 2007 lehrte er Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück. Dort gründete er das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), zudem ist er Gründungsvorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Für sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung hat Bade das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhalten.
Der Klaus J. Bade-Preis, der von der Hertie-Stiftung finanziert und durch das BIM verliehen wird, richtet sich an Forschende in frühen wissenschaftlichen Karrierephasen, die sich durch herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Migrations- und Integrationsforschung verdient gemacht haben. Er ist mit 7.500 Euro dotiert.
(Der ist von der Webseite der Leuphana-Universität Lüneburg entnommen.)
Call for Applications: Doctoral Scholarships Law&Society
The LSI Berlin is looking for international doctoral students in cooperation with the DFG Graduate School: DynamInt (DynamInt). Funding has been secured through the DAAD, Graduate School Scholarship Programme.
