Humboldt-Universität zu Berlin - Prof. Dr. Christian Waldhoff

Lehrveranstaltungen


Sommersemester 2024

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Die politische Ökonomie des Grundgesetzes
  • Kolloquium; gemeinsam mit Prof. Dr. Florian Meinel (Göttingen)
  • Blockseminar, Termin: 14.–16. Juni 2024; Einführung zu Semesterbeginn (wird noch festgelegt)
  • Raum E25, UL 9
  • Wir beobachten derzeit eine fundamentale Transformation unserer Ökonomie. Das Zeitalter einer selbstläufigen Globalisierung scheint vorübergegangen. Verteilungsfragen sind mit neuer Intensität zurückgekehrt. Durch Krieg und Klimawandel könnte sich das Verhältnis von Markt und Staat auf Dauer grundlegend verändern. Was hat das mit dem Verfassungsrecht zu tun? Auf den ersten Blick wenig, gerade in Deutschland. Nach einer verbreiteten Vorstellung ist das Grundgesetz nämlich selbst keine Wirtschaftsverfassung, sondern „wirtschaftspolitisch neutral“. Es verpflichtet politisches Handeln weder auf ein ordoliberales Wettbewerbsmodell noch auf eine keynesianische Nachfragepolitik. In diesem Seminar wollen wir jene Annahmen grundsätzlich hinterfragen. Worin besteht der Zusammenhang zwischen der politischen Ökonomie der Bundesrepublik und dem Verfassungsrecht des Grundgesetzes? Wie interagieren normative Formen des Verfassungsrechts und das ökonomische Modell der Bundesrepublik im europäischen Binnenmarkt?

  • Um eine kurze Voranmeldung per Email wird gebeten.
  • Moodle-Kurs


Wintersemeser 2023/24

Interdisziplinäres Seminar: Meinungsfreiheit / Freedom of Speech
  • Hauptseminar: gemeinsam mit Dr. Romy Jaster
  • wöchentlich: Donnerstag, 16 bis 18 Uhr (Beginn: 9. November)
  • Raum UL 9, 210
  • In diesem interdisziplinären Seminar werden wir uns mit dem moralischen Gut und dem juristischen Grundrecht der
    Meinungsfreiheit beschäftigen. Das Seminar steht Studierenden beider Fächer offen. Fragen, denen wir im Seminar nachgehen werden, sind unter Anderem: Was genau schützt die Meinungsfreiheit eigentlich? Wie ist der Begriff der Meinung zu verstehen? Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit und wie lassen sich diese Grenzen begründen? Ist die Meinungsfreiheit durch Fake News oder die sogenannte Cancel Culture bedroht? .
  • Die Anmeldung erfolgt über Agnes. Um eine kurze Voranmeldung per Email wird gebeten.
  • Moodle-Kurs




Sommersemester 2022

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Die Verfassung des Marktes
  • Colloquium
  • wöchentlich: Montag, 18 bis 20 Uhr
  • Raum UL 9, 210
  • Seit einigen Jahren gehört es zum guten Ton der Rechtskritik, bestimmte Institutionen (z. B. unabhängige Zentralbanken) und Rechtsinstitute (z B. das geistige Eigentum oder das Antidiskriminierungsrecht) als „neoliberal“ oder „marktliberal“ zu bezeichnen. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass der „Markt“, d.h. ökonomische Interessen und Akteure, unser Rechtssystem und seine Verfassung prägen – und nicht umgekehrt. Was genau ist damit gemeint? Verfassen Märkte und Marktakteure tatsächlich unsere Verfassung? Wie verfasst umgekehrt unser Verfassungsrecht ökonomische Märkte? Was genau macht ein juristisches Argument, ein rechtliche Verfahren oder eine Institution neoliberal? Diesen Fragen will das Seminar anhand ausgewählter Texte aus dem Kanon des Ordo- und Neoliberalismus ebenso wie ihrer Kritik nachgehen. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von zentralen Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens, um eigene wissenschaftliche Texte verfassen zu können: Textanalyse, mündliche Präsentation und schriftliche Auseinandersetzung durch kurze eigene Texte sollen im Seminar geübt werden. Nach einem einführenden Teil können und sollen die Studierenden selbst Themenwünsche und Lektürevorschläge einbringen.
  • Um eine kurze Voranmeldung per Email wird gebeten.
  • Moodle-Kurs
Verrechtlichung der Politik – Politisierung des Rechts?
  • Colloquium
  • wöchentlich: Montag, 16 bis 18 Uhr
  • Die moderne Verfassung beruht nach einer berühmten These von Niklas Luhmann auf einer Doppelbewegung von Politisierung des Rechts und Verrechtlichung der Politik: Die Bindung der Politik an das Recht der Verfassung ist die andere Seite der politischen Änderbarkeit des modernen Gesetzesrechts. Im Alltag sind die Grenzen zwischen Recht und Politik fließend und werden täglich in Gerichten, Verwaltungsbehörden und Parlamenten neu verhandelt. Gerichtsverfahren etwa gelten als Inbegriff der Verrechtlichung und doch werden sie im Rahmen strategischer Prozessführung für politische Zwecke eingesetzt. Seit langem gehört die Forderung nach einer „stärkeren Politisierung“ rechtlicher Fragen zu einer bestimmten Form der Rechtskritik. Was aber heißt es, eine Frage „zu politisieren“? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Recht und Politik? Sind Grundrechtsbehauptungen politisch? Wo haben politische Argumente im demokratischen Verfassungsstaat ihren Platz und wo nicht?
  • Diesen Fragen will das Seminar anhand ausgewählter Phänomene wie dem Streit um die Verfassungsgerichtsbarkeit, dem Verwaltungsermessen, der Stellung unabhängiger Zentralbanken oder dem Status von Grundrechtsbehauptungen nachgehen. Dabei sollen Texte von Hannah Arendt, Niklas Luhmann, Jeremy Waldron, Dieter Grimm, Wolfgang Streeck, Friedrich Hayek, Christoph Menke u. a. gelesen werden.
  • Um eine kurze Voranmeldung per Email wird gebeten.
  • Moodle-Kurs


Wintersemester 2021/22

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Meinungsfreiheit und Free Speech in der Kontroverse
  • Colloquium
  • wöchentlich: Montag, 18 bis 20 Uhr
  • Raum BE 2, E34
  • Die wissenschaftliche Analyse von Gerichtsentscheidungen und wissenschaftlichen Texten, auch aus anderen Verfassungsordnungen, gehört zu den unverzichtbaren Schlüsselqualifikationen rechtswissenschaftlichen Arbeitens. Die Veranstaltung will durch die Lektüre und Diskussion von ausgewählten Entscheidungen des amerikanischen Supreme Court und klassischen und aktuellen theoretischen Texten von John Stuart und Jürgen Habermas bis hin zu Judith Butler in das verfassungsvergleichende wissenschaftliche Arbeiten am Beispiel aktueller Probleme der Meinungsfreiheit einführen. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von zentralen Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens, um eigene wissenschaftliche Texte verfassen zu können: Textanalyse, mündliche Präsentation und schriftliche Auseinandersetzung durch kurze eigene Texte sollen im Seminar geübt werden. Nach einem einführenden Teil können und sollen die Studierenden selbst Themenwünsche und Lektürevorschläge einbringen.
  • Moodle-Kurs
  • Die Veranstaltung beginnt wegen des dies academicus erst am 25. Oktober 2021.
AG Modul Ö III
  • Die Arbeitsgemeinschaften im „Modul Öffentliches Recht III“ setzen sich zusammen aus der Arbeitsgemeinschaft „Europarecht“ (1 SWS) und der Arbeitsgemeinschaft „Staatsrecht mit Bezügen zum Völker- und Europarecht“ (1 SWS).
  • wöchentlich: Montag, 12 bis 14 Uhr
  • Raum UL 6, 2094 (Hauptgebäude)
  • Die Veranstaltung beginnt wegen des dies academicus erst am 25. Oktober 2021.