Sommersemester 2026
10200 - Handelsrecht
Vorlesung
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| Tag | Zeit | Rhythmus | Dauer | Raum/ Gebäude |
| Mi | 08:30-10:00 | wöch | 15.07.2026 | 2002/ UdL6 |
Das Handelsrecht gilt als »Sonderprivatrecht der Kaufleute«. Es fußt auf den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, modifiziert diese aber für den kaufmännischen Verkehr. Hieraus ergibt sich ein vielschichtiges Wechselspiel zwischen allgemeinen und besonderen Regeln, zwischen Bürgerlichem Gesetzbuch einerseits und Handelsgesetzbuch andererseits.
Die Vorlesung »Handelsrecht« bietet eine Einführung in das Handelsrecht (konzeptionelle und historische Grundlagen), erörtert den examensrelevanten Stoff (Kaufleute, Handelsregister, Handelsfirma, Prokura/Handlungsvollmacht, Handelsgeschäfte) und gibt einen Überblick über sonstige handelsrechtliche Themen (Kommission, Frachtgeschäft, Wertpapierrecht). Gleichzeitig werden wichtige Gebiete des Bürgerlichen Rechts wiederholt und vertieft (Formvorschriften, Vertragsschluss, Stellvertretung, Mängelgewährleistung, Eigentumserwerb).
Literatur:
Hans Brox/Martin Henssler, Handelsrecht, 23. Aufl., München: Beck (2020).
Claus-Wilhelm Canaris, Handelsrecht, 24. Aufl., München: Beck (2006).
Karsten Schmidt, Handelsrecht, 6. Aufl., Köln: Heymann (2014).
Prüfung:
Rechtswissenschaft PO 2008 / PO 2015: Modulabschlussklausur Z III (4h)
10605 - NS-Unrecht
Vorlesung
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| Tag | Zeit | Rhythmus | Dauer | Raum/ Gebäude |
| Mi | 16:00-18:00 | wöch | 15.07.2026 | E42/ BE 2 |
Eine im Sommer 2021 beschlossene Reform des Deutschen Richtergesetzes sieht vor: "die Vermittlung der Pflichtfächer erfolgt auch in Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht". Vor diesem Hintergrund soll in der Vorlesung exemplarischer Lehr- und Prüfungsstoff für eine solche Auseinandersetzung vermittelt werden. Die Vorlesung behandelt daher Themen des Pflichtfachstoffs zum geltenden Recht, die Anlass bieten, im juristischen Studium auf die NS-Vergangenheit, die Auseinandersetzung mit ihr, personelle und inhaltliche Kontinuitäten oder Diskontinuitäten sowie methodische Fragen einzugehen.
Literatur:
- Görtemaker/Safferling (Hrsg.), Die Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Vergangenheit - eine Bestandsaufnahme, 2013
- Rückert, Unrecht durch Recht. Zur Rechtsgeschichte der NS-Zeit, 2018
- Rückert, Abschiede vom Unrecht. Zur Rechtsgeschichte nach 1945, 2015
- Stolleis, Recht im Unrecht. Studien zur Rechtsgeschichte des Nationalsozialismus, 2016
- Stolleis, Das Bonner Grundgesetz. Altes Recht und neue Verfassung in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland (1949-1969), 2006
Prüfung:
Anschließende Studienarbeit
LL.M.-Studiengänge und Erasmus: mündliche Prüfung
10606 - Wirtschaftsrechtsgeschichte
Vorlesung
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| Tag | Zeit | Rhythmus | Dauer | Raum/ Gebäude |
| Mi | 14:00-16:00 | wöch | 15.07.2026 | E42/ BE 2 |
Die Veranstaltung ist der Geschichte des Wirtschaftsrechts gewidmet. Wirtschaftsrecht wird dabei weit als jegliche Regulierung des Verhaltens, der Rechte und Pflichten von Marktteilnehmern verstanden, der Unternehmensorganisation, der Arbeitsbeziehungen, des Geistigen Eigentums und des Steuerrechts. Im Mittelpunkt stehen Kodifikationen und Richterrecht des 19. und 20. Jahrhunderts, doch werden deren ältere historische Wurzeln in frühere Epochen zurückverfolgt, etwa die Marktregulierung durch Policeyordnungen der frühen Neuzeit.
Literatur:
Mathias Schmoeckel/Matthias Maetschke, Rechtsgeschichte der Wirtschaft. Seit dem 19. Jahrhundert, 2. Auflage Tübingen 2016
Michael North, Deutsche Wirtschaftsgeschichte. Ein Jahrtausend im Überblick, 2. Auflage, München 2005
Carsten Burhop, Wirtschaftsgeschichte des Kaiserreichs 1871-1918, Göttingen 2011
Prüfung:
Anschließende Studienarbeit
LL.M.-Studiengänge und Erasmus: mündliche Prüfung
10607 - Rechtsleben in der Reichsgerichtspraxis
Seminar
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| Tag | Zeit | Rhythmus | Dauer | Raum/ Gebäude |
| Mo | 16:00-18:00 | wöch | 13.07.2026 | 140/ BE 2 |
Zum 50jährigen Bestehen des Reichsgerichts im Jahre 1929 widmeten die Juristischen Fakultäten dem Gericht eine sechsbändige Festgabe unter dem Titel „Die Reichsgerichtspraxis im deutschen Rechtsleben“. Vom Zivilrecht über das Handels- Wirtschaftsrecht zum Strafrecht und Öffentlichen Recht einschließlich des jeweiligen Verfahrensrechts wurde ein halbes Jahrhundert Richterrecht rekapituliert. Das Seminar kehrt die Fragestellung der Festgabe mit den Methoden der Juristischen Zeitgeschichte um, indem untersucht wird, wie der historische Kontext bis 1945 sich in den Entscheidungssachverhalten und den juristischen Lösungen niederschlug. Das Seminar bezieht unveröffentlichte Entscheidungen und Prozessakten ein. Es wird im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojekts über mehrere Sommersemester hinweg regelmäßig stattfinden. Das Seminar bietet außerdem die Gelegenheit, dem Seminar vorlaufende Studienarbeiten zu präsentieren.
Literatur:
Otto Schreiber u.a. (Hrsg.), Die Reichsgerichtspraxis im deutschen Rechtsleben. Festgabe der juristischen Fakultäten zum 50jährigen Bestehen des Reichsgerichts (1. Oktober 1929) in 6 Bänden, Berlin/Leipzig 1929; Friedrich Karl Kaul, Geschichte des Reichsgerichts, Band 4: 1933-1945, Berlin 1971; Werner Schubert/Hans-Peter Glöckner (Hrsg.), Nachschlagewerk des Reichsgerichts, etwa 30 Bände zu allen Rechtsgebieten, seit 1995; Werner Schubert, Sammlung sämtlicher Erkenntnisse des Reichsgerichts in Zivilsachen. Inhalt sämtlicher und Wiedergabe von unveröffentlichten Entscheidungen zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 14 Bände seit 1992
Prüfung:
Vorausgehende Studienarbeit, anschließende Studienarbeit
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