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Humboldt-Universität zu Berlin - Immaterialgüterrecht und Medienrecht

Studieninhalte

 

Weiterführende Informationen zu den Inhalten des Studiengangs Master of Laws (LL.M.) Immaterialgüterrecht und Medienrecht:

 

Patentrecht

Fragen zum deutschen, europäischen und internationalen Patentrecht im Allgemeinen und in der Praxis werden im ersten Semester behandelt.

Dabei werden den Teilnehmenden die Grundlagen der technischen Schutzrecht (Patente, Gebrauchsmuster, Topographien, Sortenschutzrechte) sowie der Schutz des technischen Knowhows vermittelt. Wegen der tiefen Einbettung in internationales und europäisches Recht liegt neben dem nationalen Recht ein Schwerpunkt auf diesen Regelungen.
Ergänzt wird der Themenkreis durch das Arbeitnehmererfinder- und das Lizenzrecht, sowie das Kartellrecht.

In verfahrensrechtlicher Hinsicht werden nicht nur Besonderheiten des Prozessrechts im gewerblichen Rechtsschutz, insbesondere des deutschen und europäischen Patentsrechts beleuchtet. Es werden auch Patentansprüche und deren Formulierung sowie Durchsetzung bearbeitet. Zusätzlich werden Fragen der Vertragsgestaltug, insbesondere von Lizenzverträgen beantwortet.

 

Markenrecht und Wettbewerbsrecht

Im ersten Semester werden die Grundlagen des Rechts der Marken und der sonstigen Kennzeichen (Unternehmenskennzeichen, Namen, Titel, geographische Herkunftsangaben) vermittelt.

Zusätzlich wird das dem Markenrecht eng verwandte Recht des unlauteren Wettbewerbs dargeboten. Besonderer Wert wird auf die unerlässliche Vermittlung von Grundkenntnissen der internationalen und europäischen Vorschriften zu diesen Rechtsgebieten gelegt. Darüber hinaus werden die verfahrensrechtlichen Besonderheiten herausgearbeitet. Dadurch werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, marken- und wettbewerbsrechtliche Ansprüche zu prüfen und durchzusetzen.

Schließlich werden Fragen der Vertragsgestaltung, insbesondere die Behandlung der Marke als Sachenrecht, als Vermögensgegenstand und als Vertragsgegenstand behandelt.

 

Urheberrecht

Die Grundlagen des Urheberrechts und der angrenzenden Schutzrechte (verwandte Schutzrechte, Designrechte, Datenbankrechte) sind Bestandteil der Veranstaltungen im zweiten Semester.

Dabei werden die persönlichkeitsrechtlichen sowie die verwertungsrechtlichen Probleme behandelt. Auch das Urhebervertragsrecht und das Recht der Verwertungsgesellschaften werden den Teilnehmenden nahe gebracht. Von besonderer Bedeutung sind die Internationalen Verträge und die Europäischen Richtlinien zur Harmonisierung des nationalen Rechts.

 

Medienrecht

Im zweiten Semester wird den Teilnehmenden das Medienrecht als Querschnittsthema vermittelt, das sowohl starke öffentlichrechtliche wie privatrechtliche Regelungen enthält.

Die komplexe Problematik berührt Verfassungsrecht (Meinungsfreiheit; Organisation von Rundfunk und Fernsehen), das Verwaltungsrecht (Rundfunkstaatsvertrag; Landesmedienanstalten), das Vertrags- und Deliktsrecht (Schutz des Persönlichkeitsrechts) und das Wettbewerbsrecht (Werberecht, Fusionskontrolle bei Medien).

 

Vertiefung

Im dritten Semester werden ausgewählten Fragen der Themengebiete der vorherigen Semester vertieft und ergänzt.

Insbesondere werden tiefere Einsichten in die dogmatischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Immateriealgüterrechten gegeben. Es werden sowohl die gemeinsamen Strukturen, als auch deren jeweilige Besonderheiten verdeutlicht.

So werden etwa folgende Themengebiete auf wissenschaftlicher Basis diskutiert: Das Verhältnis von Kartellrecht und Immaterialgüterrecht, der Umgang mit Biologiepatenten, Besonderheiten des einstweiligen Rechtsschutzes, der Einfluss des technischen Wandels auf die in den ersten Semestern behandelten Themenfelder, alternative Ansätze bei Lizenzmodellen und das Recht der Verwertungsgesellschaften.

Darüber hinaus werden Verfahrensfragen vertieft behandelt und eine Übersicht über die neueste Rechtsprechung geboten. Dadurch werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, aktuelle Entwicklungen in diesen Rechtsgebieten nachzuzeichnen, deren Auswirkungen auf die Praxis aus fachanwaltlicher Perspektive zu bewerten und in ihre Problemlösungen einzubeziehen.

 

Rechtsvergleich

Im dritten Semester werden Regelungen zum gewerblichen Rechtsschutz und Wettbewerbsrecht aus ausgewählten ausländischen Rechtsordnungen vertiefend behandelt und den deutschen Regelungen rechtsvergleichend gegenübergestellt.

Dadurch wird der Blick für alternative Lösungsansätze verschärft und die Kompentenzen im internationalen Bereich gestärkt.

 

FA-Fortbildung

Im Rahmen des weiterbildenen LL.M.-Studiengangs können die Teilnehmenden zugleich auch Zertifikate erlangen, mit denen sie die theoretische Ausbildung für die Fachanwaltsausbildung Gewerblicher Rechtsschutz sowie die Fachanwaltsausbildung Urheber- und Medienrecht nach § 4 Fachanwaltsordnung (FAO) nachweisen können.

Wird dann der Antrag auf Verleihung der Fachanwaltschaft nicht in dem Kalenderjahr gestellt, in dem der Lehrgang begonnen hat, ist gem. § 4 Abs. 2 FAO ab diesem Jahr Fortbildung in Art und Umfang von § 15 FAO nachzuweisen. Demnach besteht für jeden, der die Fachanwaltsbezeichnung führt, eine Fortbildungspflicht.

Um diese Fortbildungspflicht zu erfüllen, bietet die juristische Fakultät im Rahmen des laufenden Studiendurchgangs des LL.M. fakultative Vertiefungsveranstaltungen an. Diese Veranstaltungen stehen nicht nur den aktuellen Teilnehmern offen, sondern allen interessierten Fachanwälten, insbesondere den Absolventen vorheriger Durchgänge.

Für die Teilnahme werden Teilnahmezertifikate ausgestellt, mit denen die Erfüllung der Fortbildungspflicht gegenüber der Rechtsanwaltskammer nachgewiesen werden kann. Die Anerkennung als Fortbildung obliegt dann der zuständigen Rechtsanwaltskammer.

Für die Teilnahme ist eine Gebühr in Höhe von 350, 00 € fällig. Für ehemalige Teilnehmer reduziert sich diese auf 300,00 €.

 

Praktika

Statt der Teilnahme an den Veranstaltungen mit verstärkten praxisorientierten Bezügen können die Teilnehmenden in jedem Semester auch ein Praktikum absolvieren.

Die nach der Fachanwaltsordnung zur Erlangung der Ausbildung zum Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz bzw. zum Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht erforderlichen Zeitstunden Präsenszeit können bei dieser Wahl jedoch nicht mehr erreicht werden.

Die Teilnahme am LL.M.-Studiengang kann dann nicht zum Nachweis der theoretischen Kenntnisse für den jeweilgen Fachanwalt verwandt werden.

 

Masterarbeit

Der LL.M.-Studiengang schließt mit der Anfertigung einer Masterarbeit im vierten Semester ab. Die Masterarbeit kann thematisch aus allen dargebotenen Rechtsgebieten kommen, wobei die Teilnehmenden ihr Thema frei wählen können.

In dieser Arbeit sollen die Teilnehmenden ihre Befähigung unter Beweis stellen, ein Thema mit wissenschaftlicher Sorgfalt und Tiefe selbstständig bearbeiten zu können.

Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt nach Anmeldung des Themas 4 Monate.

 

 

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