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Humboldt-Universität zu Berlin - Prof. Dr. Susanne Baer

Humboldt-Universität zu Berlin | Juristische Fakultät | Prof. Dr. Susanne Baer | Lehre | SoSe 2018 | SE Flucht ins Kollektiv. Geschlecht und Sexualität im Asylrecht

Flucht ins Kollektiv. Geschlecht und Sexualität im Asylrecht

Dozentin:

Petra Sußner

Ort & Zeit:

Fr, 27.04.2018, 16.00-18.00 Uhr (BE 2, 140/142)

Fr, 25.5.2018, 10.00-16.00 Uhr (UL 9, 213)

Fr, 22.06.2018, 09.00-18.00 Uhr (BE 2, E42)

Sa, 23.06.2018, 09.00-16.00 Uhr (BE 2, E42)

So, 24.06.2018, 13.00-18.00 Uhr (BE 2, E42)

Kurzbeschreibung:

Geschlecht und Sexualität gelten als im europäischen Recht gemeinhin anerkannte Verfolgungsgründe. Doch was bedeutet es, das Asylrecht aus einer nicht-normativen Geschlechter- und Sexualitätsposition anzurufen? Welche Schwierigkeiten werfen heteronormative Denkschemata auf? Welche Wirkmächtigkeit entfalten Grenzschlussdiskurse? Aber auch: Welches Potential bietet das Asylrecht für die Überwindung heteronormativer Kategorisierung?

Die Lehrveranstaltung fokussiert Asylrecht an einer ambivalenten Schnittstelle: Als Materie ist es dem Druck zusehends dominanter Grenzschlussdiskurse ausgesetzt; entlang von Geschlecht und Sexualität befindet es sich in einem anhaltenden Öffnungsprozess. Zentrale Fragen gelten einer vergeschlechtlichten Subjektivierung, aber auch der Ebene von Kollektivierung. Sie ist bisher vielfach unbeachtet – über seine Einzelfallorientierung gilt das Asylrecht als klassisch individualisierendes Instrument. Welche Angebote der Kollektivierung bergen Begriffe wie soziale Gruppe oder Vulnerabilität in sich? Welche Perspektive eröffnet sich?

In der Erarbeitung konzentriert sich die Lehrveranstaltung auf drei zentrale Komplexe:

  • Vertiefung des Grundlagenwissens im internationalen und europäischen Asylrecht (Fokus: Geschlecht und Sexualität als Verfolgungsgründe)
  • Arbeit mit heteronormativitätskritischen, postkolonialen, aber auch rechtsdogmatischen Zugriffen auf Geschlecht und Sexualität im Asylrecht
  • Befragung auf die Dimensionen Kollektivität – Vulnerabilität – Intersektionalität

Die Erarbeitung erfolgt über vorbereitende Textlektüre, Präsentation und Diskussion. Über ein Teilthema ist jeweils eine Präsentation vorzubereiten; gerne auch im Team. Weitere Anforderungen sind die vorbereitende Lektüre aller Texte sowie eine aktive Beteiligung an den Diskussionen.

 

Organisatorisches:

Es ist nur eine Teilnahme am gesamten Seminar möglich. Die Lehrveranstaltung steht Studierenden der Rechtswissenschaft und der Gender Studies offen.

Der erste Termin dient der organisatorischen Vorbesprechung; thematische Präferenzen bitte in die Vorbesprechung mitbringen. Der inhaltliche Einstiegstermin gilt der Besprechung offener Fragen zu den Texten.

Bitte melden Sie sich bis zum 15.04.2018 unter sekretariat.baer@rewi.hu-berlin.de an.

Einordnung:

Master Gender Studies: Modul Normierungen

Prüfungen:

Rechtswissenschaften: Nachfolgende Studienarbeiten im SP 2