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Humboldt-Universität zu Berlin - DynamInt

Humboldt-Universität zu Berlin | Juristische Fakultät | DynamInt | Veranstaltungen | Navigating Interdisciplinarity Workshop zur interdisziplinären Rechtsforschung

Navigating Interdisciplinarity

Workshop zur interdisziplinären Rechtsforschung

 

Am Donnerstag, dem 27. Mai 2021 ab 10:00 Uhr veranstalten das DFG-Graduiertenkolleg Dynamische Integrationsordnung (DynamInt) und die Projektgruppe des Integrative Research Institutes Law & Society (LSI) an der Humboldt-Universität zu Berlin einen Onlineworkshop.

Eine Anmeldung ist bis zum 30. April 2021 hier möglich

 

Zum Flyer

 
Darum geht's

Ob Law in Context, Cultural Study of Law, Socio-Legal Studies oder kritische Rechtsforschung – die Wahl rein dogmatischer Perspektiven erscheint bei Forschungsprojekten zu juristischen Themen immer weniger attraktiv. Zu verlockend sind die im Rechtsdiskurs bisher oft unbeachtet gebliebenen Einblicke anderer Sozial- und Geisteswissenschaften. Immer stärker lässt sich daher an deutschen rechtswissenschaftlichen Fakultäten ein vielschichtiger Trend hin zu einer Perspektiverweiterung jenseits tradierter juristischer Fragestellungen und Maßstäbe erkennen.

Wissenschaftliche Arbeiten, welche Methoden, Theorien und Perspektiven anderer Disziplinen heranziehen, mögen zwar neue Erkenntnisse bereithalten, stellen die Forschenden jedoch gleichzeitig vor große praktische und theoretische Herausforderungen. Wie lassen sich verschiedene Methoden und Theorien konkret in Forschungsprojekten zum Thema Recht zusammenführen? Welche Leitbilder interdisziplinärer Arbeit gibt es überhaupt? Wie schreibe ich eine Arbeit, die auch das Interesse von Leser:innen jenseits der eigenen Disziplin weckt? Und wie blicken eigentlich Vertreter:innen anderer Disziplinen auf juristisch grundierte interdisziplinäre Projekte?

Diesen Fragen nähert sich der Workshop theoretisch fundiert und gleichzeitig anwendungsbezogen. Ziel des Workshops ist es, intensiv mit Nachwuchsforscher:innen (insbesondere Promovierenden) im Rahmen themenbezogener Panels über theoretische, methodische und praktische Herausforderungen interdisziplinärer Arbeit zu Recht zu reflektieren. Anhand ausgewählter Texte, den Forschungsprojekten der Teilnehmenden sowie Diskussionen mit eingeladenen Gästen (siehe angehängtes Programm) werden die Herausforderungen interdisziplinärer Rechtsforschung gemeinsam analysiert und erörtert. Der Workshop wird auf Deutsch und Englisch stattfinden


Das Programm


I. Socio-Legal Lab: Introduction to Interdisciplinarity (en) (10-12.30)

The session introduces general ideas and challenges of socio-legal research. The pedagogical ‘Lab'-format aims to enable a critical, reflective but yet practical use of socio-legal methods through a mixture of literature, visualisations and games.


Moderation: Lisa Hahn & Siddharth de Souz



II. The Many Faces of Interdisciplinarity: Two Examples (de) (14-16.30)


Prof. Dr. Britta Rehder (Politikwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum)
... erforscht, wie sich Politik, Recht und Ökonomie wechselseitig durchdringen und zusammenspielen. Empirisch untersucht sie insbesondere im Feld der Arbeits- beziehungen das Handeln von Interessengruppen und Gerichten

PD Dr. Matthias Kettemann, LL.M. (Rechtswissenschaften, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut)
... forscht insbesondere zum Internet(völker)recht sowie dem Verhältnis von Staaten, Unternehmen und Individuen im Internet. Hierbei verbindet er dogmatische, sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven

Moderation: Lucie Kretschmer & Moritz Schramm

 


III. Practical Aspects of Interdisciplinarity (de) (17-18.30)


Dr. Hannah Birkenkötter, LL.M. (Rechtswissenschaften, HU/NYU/ITAM)

... befasst sich schwerpunktmäßig mit Völkerrecht und dabei insb. mit int. Organisationen und dem Schutz von Menschenrechten. In ihre Forschung integriert sie politik- und sozialwissenschaftliche Aspekte, vor allem Arbeiten aus den internationalen Beziehungen.


Moderation: Moritz Schramm & Lukas Huthman


 

Hinweis: Sollte die Anzahl der Interessierten eine Grenze überschreiten, die dem auf Interaktion angelegte Format eines Workshops nicht mehr entspräche, wird das Organisationsteam auf Grundlage von Forschungsthemen, disziplinärem Hintergrund und Stand des Forschungsprojektes eine Auswahl vornehmen (müssen)."