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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Juristische Fakultät

Frauenbeauftragte

Kerstin Schuster, Vertreterin: Petra Krause

Stufen einer Treppe

Aktuelles

  • Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen fordert in diesem Jahr mit der Kampagne "Fairnetzt euch!", endlich Entgeltgerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen in Hochschulsekretariaten zu schaffen. Das dazugehörige Positionspapier finden Sie hier.

  • Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift humboldt chancengleich setzt sich unter dem Titel "Hoch geschätzt - gering vergütet?!?" im Schwerpunkt mit dem Thema 'Frauen und Arbeit' auseinander. Weitere Beiträge widmen sich u.a. dem Potenzial digitaler Lehre mit Blick auf Chancengerechtigkeit, der 'Kita-Krise' und der Vereinbarkeit von Pflege & Beruf/Studium.

  • Zur Ermöglichung der digitalen Lehre bietet das Familienbüro der HU in besonderen Härtefällen die Möglichkeit einer stundenweisen Notbetreuung von Kindern in der häuslichen Umgebung an. Das Angebot richtet sich an wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und studentische Beschäftigte, die digitale Lehre durchführen, deren Kinder aber nicht die staatliche Notbetreuung an Kitas/Schulen besuchen können. Weitere Informationen sind auf der Website des Familienbüros zu finden: https://www.familienbuero.hu-berlin.de/de/corona-informationen-fuer-familien/notbetreuung

  • Das Büro der zentralen Frauenbeauftragten hat eine Online-Befragung unter wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen der Humboldt-Universität zum Thema Chancengleichheit durchgeführt. Dr. Patricia Heitmann berichtet im Interview über die Ergebnisse.
  • Die Universitätsleitung hat einen Leitfaden für geschlechtergerechte (Bild-)Sprache an der HU beschlossen. Der Sprachleitfaden bietet einen anwendungsorientierten Überblick und Tipps, wie Kommunikation geschlechtergerecht und inklusiv gestaltet werden kann und stellt eine Empfehlung für alle HU-Angehörigen und Gäste der Universität dar.
    Zum Weiterlesen: englischsprachige Studie zur Auswirkung auf die Lesbarkeit von Texten mit gendergerechter Sprache von Marcus C.G. Friedrich und Elke Heise
  • Endergebnis der Wahl der Dezentralen Frauenbeauftragten der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin am 15.2.2018: Frau Kerstin Schuster wurde einstimmig zur dezentralen Frauenbeauftragten gewählt.
  • Der Vortrag von Dana-Sophia Valentiner „Von Strafverteidigern und Sekretärinnen, Geschäftsführern und Geliebten – Stereotype in Ausbildungsfällen“ fand am 4.12.17, im Senatssaal, Unter den Linden 6, 10117 Berlin statt.
  • Der Zugang zum Familienzimmer steht allen Mitgliedern der Fakultät offen. Der Schlüssel zum Familienzimmer kann beim Pförtner/ bei der Pförtnerin der Fakultät (Eingang UL 9) gegen Abgabe eines Ausweises oder ähnlichem unbürokratisch abgeholt werden werden.

Aufgabenbereich der dezentralen Frauenbeauftragten

1. (Formale) Gleichstellung bei Einstellungs- bzw. Berufungsverfahren in den jeweiligen Statusgruppen

2. Individuelle Förderung von Frauen aufgrund der Frauenförderrichtlinie

3. Ansprechpartnerin für alle gleichstellungsbezogenen Themen in Arbeitsverhältnissen und in der Wissenschaft an der Juristischen Fakultät

4. Gender und Diversität in der Lehre verbreiten, insbesondere in der juristischen Fallgestaltung (ab Sommer 2017)

 


 

1. (Formale) Gleichstellung bei Einstellungs- bzw. Berufungsverfahren in den jeweiligen Statusgruppen

Die dezentrale Frauenbeauftragte achtet auf die (formale) Gleichstellung von Frauen in allen Bereichen der Fakultät. Sie wirkt darauf hin, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts keinen Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt werden, zum Beispiel durch Teilnahme an Vorstellungsgesprächen, d.h. durch eine aktive Zusammenarbeit mit den Lehrenden und dem Dekan. Das Diskriminierungsverbot gilt für Wissenschaftlerinnen ebenso wie für Studentinnen und Mitarbeiterinnen der Lehrstühle sowie in Technik und Verwaltung. 

Dafür sind spezielle gesetzliche Regelungen gegeben:

2. Individuelle Förderung von Frauen aufgrund der Frauenförderrichtlinie

Des weiteren ist durch eine Bestimmung innerhalb der Humboldt-Universität vorgegeben, dass jede Fakultät und jedes Institut 5 Prozent aus seinem Jahreshaushalt zur Frauenförderung zu Verfügung zu stellen hat. Die Juristische Fakultät hat sich mit der Gründung der Frauenförderkommission 2004 dieser Aufgabe explizit angenommen und eine Vergaberichtlinie ausgearbeitet, die Anfang 2005 in Kraft trat. 

Danach können Frauen an der Juristischen Fakultät gefördert werden, die projektbezogen akademische Arbeit durchführen möchten. Z.B. werden Kolloquien oder Workshops (allein oder in gemeinsamer Arbeit) zu einem juristischen Thema (bevorzugt mit Bezug zu Gender-Fragen), nachgearbeitete Vorträge von Tagungen oder Publikationen (außer der Dissertation) gefördert.

Es können auch Kinderbetreuungsmöglichkeiten bezuschusst werden, damit an den Lehrveranstaltungen teilgenommen werden kann.

3. Ansprechpartnerin für alle gleichstellungsbezogenen Themen in Arbeitsverhältnissen und in der Wissenschaft an der Juristischen Fakultät

Darunter fallen unter anderem auch Fragen der gendersensiblen Wissenschaftssprache, aber auch problematische Situationen im Universitätsalltag und/oder Arbeitsalltag. Die dezentrale Frauenbeauftragte steht auch bei entsprechenden Fragen zur Verfügung und ist Ansprechpartnerin der Mitarbeiter*innen der Fakultät.

4. Gender und Diversität in der Lehre verbreiten, insbesondere in der juristischen Fallgestaltung (ab Sommer 2017)

Ziel diesers vierten Aufgabenbereichs ist es, an der Juristischen Fakultät eine gendersensible und diverse Fallgestaltung weiter zu etablieren. Mitglieder der Fakultät, insbesondere auch Studentinnen, sind herzlich eingeladen, an diesem Ziel mitzuwirken.

Vorab an alle Student*innen:

  • „worst practice“-Fälle bitte melden: Wenn ihr AG-Fälle bekommt, in denen eurer Meinung nach stereotype Geschlechterollen und -bilder, diskriminierende Vorurteile/Bilder vorkommen, dann meldet euch bitte bei mir mit folgenden Infos: Name der AG/Vorlesung und Fallnummer.
  • „best practice“-Fälle mir bitte auch mitteilen: Wenn ihr Fälle bekommt, die besonders diskriminierungs- und stigmatisierungsfrei gestaltet sind, bitte auch diese bei mir melden mit Name der AG/Vorlesung und Fallnummer.
  • Insbesondere können „worst practice“-Fälle (also schlechte Vorbilder) auch unter  https://juristenausbildung.tumblr.com/ anonym „gemeldet“/veröffentlicht werden.
  • Eine hilfreiche Handreichung zur geschlechtsneutralen Fallgestaltung findet ihr von dem Gleichstellungsrat der Uni Frankfurt unter

    Handreichung zur geschlechtsneutralen Fallgestaltung_Gleichstellungsrat_UniFrankfurt

    (Sobald dieser Link in das http-Feld eingegeben und die Enter-Taste gedrückt wird, wird die pdf-Datei direkt heruntergeladen.)

Folgende "Kontrollfragen" können dazu dienen, die eigene Lehre mit dem Anspruch der Diversitätsfreundlichkeit und der Geschlechtsneutralität zu reflektieren:

Bezogen auf die Vermittlung der Inhalte:

  • Wird in den Begleitmaterialien (soweit vorhanden) auf die Benutzung geschlechtergerechter Sprache geachtet?
  • Werden in den Fällen vielfältige Lebensrealitäten (z.B. mit Blick auf Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, den sozialen oder religiösen Hintergrund) abgebildet?

Bezogen auf das Auftreten der Lehrperson:

  • Achte ich als Lehrperson auf die Verwendung geschlechtergerechter Sprache
  • Gehe ich als Lehrperson schützend, fördernd und respektvoll mit den zahlreichen Lebenswirklichkeiten der Studierenden um?

Gerne bin ich Ihre und Eure Ansprechpartnerin!