Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Juristische Fakultät

Unterschwerpunkt 4b – Markt- und Vertragsrecht

Obligatorische Inhalte

  • Deutsches und europäisches Kartellrecht
  • Europäisches Vertragsrecht
  • Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Internationales und vergleichendes Vertragsrecht (IPR und Rechtsvergleich)

Wahlobligatorische Inhalte

Das Angebot ist nicht festgelegt und i.d.R. zum Semesterbeginn dem Vorlesungsverzeichnis zu entnehmen. Das Archiv des Vorlesungsverzeichnisses gibt einen Überblick über das Angebot der letzten Semester.

Beschreibung

Der Schwerpunkt 4b führt in die Grundlagen des Rechts von Märkten ein. Dabei werden die Hauptformen privatautonomer Gestaltung auf Märkten, die nicht bereits Teil des Pflichtfachstoffs in der Staatsprüfung bilden, ebenso studiert wie die Regulierung von Märkten durch zwingendes Recht. Stets werden die Europäischen Bezüge jedenfalls mitbehandelt. Dies gilt gleichermaßen für das Kartellrecht, das traditionell als die wichtigste Form von Marktregulierung verstanden wird („Marktordnung“), wie für das Bank- und Kapitalmarktrecht, mit dem die volumenstärkste und wohl auch theoretisch wichtigste Einzelsparte in den Blick genommen wird (Kern des Rechts der Finanzdienstleister). Im Bereich des Kartellrechts geht es um das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und die Wettbewerbsregeln des EG-Vertrages. Im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts werden das Recht des Zahlungsverkehrs, das Kreditrecht sowie der breite Bereich von Wertpapieremission und -handel erörtert. Mit dem zuletzt genannten Bereich werden Markt- und Unternehmensrecht miteinander verzahnt.

Umgekehrt ist die Regelung des Vertragsrechts im deutschen Recht (BGB) bereits Teil des Pflichtfachstoffs Staatsprüfung. Hier nun wird der Europäische Bestand speziell studiert, außerdem die rechtsvergleichend und kollisionsrechtlich wichtigen Lösungen. Damit wird für das Vertragsrecht der ganze Methodenkanon der Europäisierung und Internationalisierung in den Blick genommen: Mit Hilfe der Kollisionsnormen des IPR wird festgestellt, welches Recht auf einen internationalen Sachverhalt – etwa Vertrag – zur Anwendung kommt. In der rechtsvergleichenden Gegenüberstellung von Vertragsrechtsnormen und -doktrinen aus verschiedenen Rechtsordnungen mit deren Anwendung in konkreten Fällen werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen diesen Rechtsordnungen dargestellt. Im Europäischen Vertragsrecht werden diejenigen – meist sehr modernen – Vertragsrechtsgehalte reflektiert, die sich auf Europäischer Ebene als vereinheitlichter Bestand durchgesetzt haben oder durchsetzen.

 

Die Modulbeschreibung finden Sie in der Studienordnung von 2008, zuletzt geändert am 25. September 2015 und in der Studienordnung von 2015.